Argumente für Erdkabel 

Für Erdkabel mit Gleichstrom spricht:

1. Nur 5 % des Landverbrauchs gegenüber einer Freileitung.

Gleichstromkabel können, wie Telefonkabel, problemlos unterirdisch verlegt werden. Sie sind nach der Bauphase nahezu unsichtbar. Die Stromtrassen sind viel schmaler als bei der Drehstrom-Freileitung.

2. Deutlich geringerer Materialeinsatz.

3. Kein Elektrosmog und verminderte elektromagnetische Felder.

Magnetische Gleichfelder haben die gleichen Eigenschaften und Stärke wie das uns umgebende Erdmagnetfeld. Werden wie beim Gleichstrom zwei eng benachbarte Leiter eingesetzt, ein Plus- und ein Minusleiter, wird das elektromagnetische Feld bei der Gleichstromübertragung auf ein vernachlässigbares Minimum reduziert.

4. Schutz vor gesundheitlichen Folgen wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Herzinfarkt, Leukämie oder anderen Krebserkrankungen.

5. Keine Leitungsgeräusche.

6. Erhebliche CO2-Einsparungen aufgrund geringerer Transportverluste.

10-20% der eingespeisten Energie gehen bei Freileitungen auf dem Transport verloren. Dieser Verlust muss durch sinnlose Mehrproduktion ausgeglichen werden. In der Folge erhöht sich der Ausstoß von Kohlendioxid. Umgerechnet auf einen Kilometer  Höchstspannungsfreileitung sind dies 971 Tonnen unnötiges CO2 pro Jahr. Bei den in Deutschland geplanten 850 Kilometern dieser Leitungen würden pro Jahr fast 800.000 Tonnen CO2 jährlich anfallen. Dies könnte mit einfachen Mitteln vermieden werden. Moderne Gleichstromleitungen mit der HVDC-light-Technik haben zum Beispiel inklusive Umrichterstationen nur bis zu 5 % Verlust.

7. Keine Beeinträchtigung von Wohnumfeld, Naherholung und Tourismus

8. Keine Wertverluste von Häusern und Grundstücken.

9. Gesamtkosten günstiger als bei einer Freileitung.

Für Erdkabel ab einer Länge von 150 km geben Hersteller geringere Gesamtkosten an als für eine Freileitung. Denn Freileitungen haben höhere Wartungs- und Reparaturkosten als Erdkabel. Auch die Kosten für eine höhere Energieproduktion erhöhen die Gesamtkosten einer Freileitung (Höchstspannungsebene: mindestens 18 Mio. EUR jährlich auf 100 km). Kosten durch Wertverlust von Immobilien und Einbußen für den Tourismus sind dabei gar nicht berechnet, sondern werden einseitig der Bevölkerung vor Ort aufgebürdet.

10. Innovative Technik.

Der Stromfluss in einer Gleichstromübertragungsleitung kann präzise gesteuert werden. HGÜ-Systeme werden eingesetzt, um asynchrone (das heißt inkompatible) Netze miteinander zu verbinden, damit ein Stromaustausch stattfinden kann.

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