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CDU fordert Information zur geplanten Aufrüstung der Strommasten 10.02.2009
 
 
Die RWE will ihre Strommasten aufrüsten. „Da sich im Bereich der betroffenen Trasse deutlicher Widerstand entwickelt, halten wir die Information an die örtliche Politik für erforderlich und beantragen entsprechendes Vorgehen der Verwaltung“.
 
Für die Bürger ist es vielfach nicht verständlich, dass statt Erdverkabelung nun aufwendig die Aufrüstung der Strommasten in die Höhe durch die RWE geplant ist“, hieß es dazu bei der CDU Burgsteinfurt, sowie in der Fraktionssitzung.
Initiativen wie „ PRO Erdkabel“ weisen unter anderem im Kreis Borken in großen Aktionen und Anfragen entlang der zur Aufrüstung geplanten Strecken auf die Vorteile der Erdverkabelung gegenüber der Freilandleitung hin. Wie gerade in Metelen beschäftigten sich Ausschüsse mit entsprechenden Resolutionen und informieren sich über die geplanten Maßnahmen.
 
 
„Wenn aufgerüstet ist, dauert es ein halbes Jahrhundert, wenn daran noch was geändert werden soll. Da jetzt von der RWE aus sowieso die Diskussion einer Gesetzgebung des Bundes abgewartet werden soll, sollte auch Steinfurt die Gelegenheit zur Information und Einspruch nutzen. Ziel der diskutierten Gesetzgebung ist es, Leitungen, wie der jetzt von der RWE geplanten Stärke, ins Erdreich zu verlegen.
CDU Steinfurt

 

60 Meter hohe Mega-Masten?
 
 

 
Wenn die 110/220-KV-Leitung in Sellen auf 380 KV aufgerüstet wird, müsste die RWE 60 Meter hohe Masten errichten, befürchtet die „Initiative pro Erdkabel“.
Wenn die 110/220-KV-Leitung in Sellen auf 380 KV aufgerüstet wird, müsste die RWE 60 Meter hohe Masten errichten, befürchtet die „Initiative pro Erdkabel“.
(Marlen Beler)

 

 
Burgsteinfurt - Die RWE will ihr Stromnetz in den nächsten fünf Jahren für 2,2 Milliarden Euro ausbauen. Nötig wird die Aufrüstung vor allem wegen der in Norddeutschland geplanten großen Windenergieanlagen: Der daraus gewonnene Strom kann nicht durch die bestehenden Leitungen ins Ruhrgebiet und weiter in den Süden transportiert werden. Eine der Hochspannungsleitungen - von Diele nach Wesel - verläuft, von Wettringen kommend, auch über Burgsteinfurter Gebiet.

Dass bald womöglich 380000 Volt Höchstspannung auf 60 Meter hohen Mega-Masten die Landschaft durchschneidet, an Höfen und Häusern vorbeiführt, Wohngebiete und Äcker überquert, elektrisiert die betroffenen Anwohner: „Uns geht es gar nicht gut dabei, dass dieses Thema völlig an uns vorbeigegangen ist“, sagt Christina Schulze-Föcking, die sich kürzlich mit ihren Nachbarn getroffen hat und in deren Namen eine Informationsveranstaltung fordert: „Wir wissen doch gar nicht, was da auf uns zukommt und hätten erwartet, dass uns die RWE rechtzeitig und umfassend informiert.“
 

Einige Anwohner der Trasse, auch Christina Schulze-Föcking und ihr Mann Frank, haben sich inzwischen der „Initiative pro Erdkabel“ angeschlossen, die für eine unterirdische Verlegung der Kabel kämpft. „Zu teuer“, sagt die RWE zwar nicht, weist aber darauf hin, „dass Höchstspannungskabel deutlich schlechtere technische Eigenschaften haben. Auf der 380-KV-Ebene“, sagt RWE-Pressesprecherin Julika Gang, „sind bisher weltweit nur wenige Projekte realisiert, und es gibt keine Langzeiterfahrung.“ Im Übrigen, so Gang weiter, „ruhen unsere Planungen für diese Trasse, wir müssen abwarten, bis das Energieleitungsbaugesetz verabschiedet wird.“

Dass es verabschiedet wird, daran hat die Initiative keine Zweifel. Um ihr Anliegen mit Nachdruck zu verfolgen, sammelt sie Unterschriften; und wirbt unter anderem mit diesen Argumenten für die Erdverkabelung: „Erdkabel sind unsichtbar und umweltschonend, verbrauchen weniger Flächen, Material und Landschaft, beeinträchtigen Naherholung, Tourismus und Wohnumfelder nicht durch Riesenmasten und Leitungsgeräusche, Häuser und Grundstücke verlieren nicht an Wert, und mögliche gesundheitliche Folgen werden vermieden.“ „Wir nehmen Bürgerproteste sehr ernst“, sagt dazu Julika Gang und beruhigt: „Es besteht kein Grund zur Sorge; sämtliche Leitungen der RWE-Transportnetz Strom halten die Richtwerte ein und genügen dem Bundesemissionsschutzgesetz.“

Allgemeine Zeitung,Click here to find out more! 12.2.2009
 

 

 

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