Das dritte Jahr!!

01/2010

Schreiben an Fraktionen

In einem ähnlichen Schreiben wie das an die zuständigen Ministerien (s. 14.12.2009) bitten die Bürgerinitiativen Pro Erdkabel NRW am 5.1.2010 die Fraktionen im Landtag NRW, im Landtag initiativ zu werden, damit auf der Trasse Wesel - Diele eine HGÜ-Erdkabelverbindung errichtet werden kann.

Beteiligung an Planungsgesprächen gefordert

Die Raesfelder Initiative 380 kV informiert in einem Schreiben vom 20.1.2010 den Bürgermeister und den Planungsausschuss der Gemeinde Raesfeld über ihre jüngsten Aktivitäten und drückt ihre Erwartung aus,dass die Initiative in Raesfeld an den zukünftigen Planungsgesprächen mit der Firma Amprion beteiligt wird. Beigefügt ist dem Schreiben eine Tabelle, die an Amprion geschickt worden ist und die Punkte enthält, die aus Sicht der Initiative im Interesse der Bevölkerung und der Kommunen der Klärung bedürfen, um sich in einer vergleichenden Betrachtung ein differenziertes Bild über die geplante Stromtrasse Wesel - Diele machen zu können. Gebeten wird auch, dass die Gemeinde Raesfeld tätig wird und ernsthafte Prüfungen und gewissenhafte Informationen von den landes- und bundespolitischen Ebenen und der Firma Amprion einfordert.

Treffen der Initiativen

Am Montag, dem 25. Januar treffen sich die Vertreter/innen der Initiativen um 19.30 Uhr in "Haus Waldesruh" in Borken, um die nächsten Aktivitäten zu beraten und zu verabreden.

 

02/2010

Amprion im Planungsausschuss in Raesfeld

Am Montag, dem 1. Februar stellt die Firma Amprion ab 17.00 Uhr im Planungsausschuss der Gemeinde Raesfeld ihre Planungen vor.

Amprion in Borken

Am Dienstag, dem 2. Februar 2010 findet im Kreishaus Borken ein weiteres kreisweites Abstimmungsgespräch statt, in dem die Firma Amprion ihre Planungen für den Kreis Borken vorstellt. Neben Landrat Dr. Zwicker und den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden nehmen auch drei VertreterInnen der Bürgerinitiativen Pro Erdkabel NRW teil.

Gutachten bezweifelt die Gesetzgebungskompetenz des Bundes

In seiner Ausgabe vom 15.2.2010 berichtet das Handelsblatt, dass das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) möglicherweise unwirksam sei, weil die Gesetzgebungskompetenz des Bundes fraglich erscheint - so laute das Ergebnis eines Gutachtens, das der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Holger Ortel (SPD) in Auftrag gegeben hat.  Aus Sicht der Wissenschaftler sei es nicht Sache des Bundes, die Erdverkabelung von Leitungen auf Pilotvorhaben zu beschränken. Die Erforderlichkeit einer bundeseinheitlichen Regelung der Erdverkabelung sei zweifelhaft, heißt es in dem Gutachten. "Nun muss die Landesregierung entscheiden, wo Erdkabel verlegt werden und wo nicht", sagt Ortel. Transpower betone, dass das Bundesgesetz auch in Zukunft gelte und dass die Bedenken gegen die Zuständigkeit des Bundes umstritten seien. So lasse der Berliner Rechtsprofessor Helmut Lecheler die Einwände im Gutachten nicht gelten: "Wenn der Bund die Erdverkabelungstechnologie erproben will, dann kann das nicht zusätzlich noch jedes Land individuell regeln." (Quelle: Handelsblatt, 15.2.2010)

amprion im Kreisumweltaussschuss

Am 24.2.2010 stellt Diplom-Ingenieur Dieter Picklapp von der RWE-Tochter Amprion dem Kreisumweltausschuss  das weitere Vorgehen hinsichtlich der 380-kV-Leitung von Wesel nach Meppen (= Abschnitt, der in der Verantwortung von amprion liegt) vor. Erneut legt er dar, dass an drei Stellen (Raesfeld, Borken, Legden) eine Teilverkabelung erfolgen werde. Wie das im Einzelnen aussehen kann. stellt er am Beispiel Raesfeld vor.


03/2010

Infoveranstaltung für Eigentümer

Am 17. März findet in Raesfeld für die von der Leitungsplanung im Bereich Raesfeld direkt betroffenen Eigentümer eine Informationsveranstaltung von amprion statt.

 Keine Erdverkabelung in Ramsdorf

Am Montag, dem 22.3. informiert Dieter Picklapp, Projektleiter bei der RWE-Tochtergesellschaft „Amprion GmbH“, den Rat Velen, dass eine unterirdische Verlegung der geplanten 380-Kilovolt-Leitung im Gemeindegebiet von Velen nicht vorgesehen und - aus rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Gründen - nicht möglich sei.

Mal sehen!

Infomarkt für die Öffentlichkeit

Ein Infomarkt für alle BürgerInnen, die Öffentlichkeit und die Presse wird von amprion am 24. März ab 16.30 Uhr in der St. Sebastian Schule in Raesfeld veranstaltet.

Ab 17.30 Uhr erfolgt die Begrüßung durch Raesfelds Bürgermeister Andreas Grotendorst, anschließend eine Einführung durch Dr. Christoph Dörnemann von der Amprion GmbH. In einer Gesprächsrunde am Stehtisch stellen  ihre jeweilige Position vor: Oliver Cronau und Dieter Picklapp, Amprion GmbH, Paul Wissing, Bürgerinitiative Pro Erdkabel NRW, Jörg Sümpelmann, Westfälisch-LippischerLandwirtschaftsverband (WLV), Rainer Wolfmeier, NexansDeutschland GmbH - Moderation: Petra Voßebürger, IKU GmbH.

Themen des Infomarktes: Begründung und Rahmenbedingungen für das 380kV-Leitungsvorhaben Meppen-Niederrhein, Trassenplanung und Technik (Freileitungen, Erdkabel, Übergabestationen), Öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Verfahrensfragen, Umweltauswirkungen / EMF, Zeitplan / Schrittfolge für Planen und Bauen.

Presseniederschläge hier: Presse

  04/2010

In Schöppingen laut Amprion kein Erdkabel

Am Montag, dem 19.4. verkünden  Dieter Picklapp und Oliver Cronau von der RWE-Tochter Amprion bei einer Infoveranstaltung im Rathaus in Schöppingen, dass die neue 380-Kilovolt (kV)-Leitung in einigen Jahren als Freiluftleitung auf der bisherigen Hochspannungsleitungs-Trasse in Ramsberg gebaut werde. Eine Erdverkabelung komme sowohl aus finanziellen als auch technischen Gründen nicht infrage.  

Bundesumweltminister über die Vorstellungen der Bürgerinitiativen informiert
 
Am 16.4. haben die Inititiativen entlang der Trasse im Münsterland die Gelegenheit mit Umweltminister Röttgen in ein kurzes Gespräch zu kommen. Hier der Bericht von Edgar Rabe in der Borkener Zeitung:

 

Die „Initiative pro Erdkabel NRW“ machte anlässlich des Ministerbesuchs auf ihre Ziele aufmerksam.

Die „Initiative pro Erdkabel NRW“ machte anlässlich des Ministerbesuchs auf ihre Ziele aufmerksam.
(Fotos: Rabe)
 

"Raesfeld. Die „Initiative pro Erdkabel NRW“ hat gestern den Besuch von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen auf Schloss Raesfeld genutzt, um auf ihre Forderung für die geplante 380-kV-Leitung Wesel-Diele aufmerksam zu machen. Die Verfechter einer durchgehenden Erdverkabelung in HGÜ-Technik übergaben dem Minister ihr Positionspapier. In einem kurzen Gespräch mit den Raesfeldern Gaby Bischop und Paul Wissing unterstrich Röttgen, dass die Ministerposition und die der BI gar nicht so weit auseinander lägen. Auch er halte eine Teilerdverkabelung für sinnvoll. Mit dem Positionspapier wolle er sich beschäftigen, versprach er."
(Edgar Rabe, Borkener Zeitung, 17.4.2020)
 
 
 
 
 
 
 
 
  

Foto: Heimatreport Raesfeld

 
 
Foto: Edgar Rabe
 

Neue Bürgerinitiative in Kaarst

In Kaarst hat sich am 26.4.2010 eine Bürgerinitiative "Pro Kabel Kaarst" gegründet. Sie ist angelehnt an die Initiative in Neuss "Pro Erdkabel Neuss-Reuschenberg".

Grünen-Anfrage findet unbefriedigende Antwort

 Am 27.4.2010 antwortet das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW auf die Grünen-Anfrage zu der Stromtrasse Wesel - Diele "Realisierung der zu errichtenden 380 kV-Stromleitung zwischen Diele/Niedersachsen und Wesel/Niederrhein als unterirdische Höchstspannungsgleichstromleitung" und hält sich erneut aus allem heraus.  

U.a. heißt es:"... dürfte eine Umstellung einer bestehenden Drehstromverbindung auf HGÜ kaum möglich sein und würde den kompletten Neubau der Leitungsverbindung bedeuten." ...

"Die in der Kleinen Anfrage vorgeschlagene Lösung mittels HGÜ in Kabeltechnik würde nochmals deutlich teurer in ihrer Umsetzung. Unabhängig davon, dass eine HGÜ-Lösung auf dieser Strecke technisch nicht sinnvoll ist (s. auch Antwort zu 1.) und außerdem diese Lösung nicht vom EnLAG abgedeckt ist, wären hier zusätzliche Kosten für die Gleich- bzw. Wechselrichtung an den beiden Enden der Strecke von allein je ca. 300 Mio. Euro anzusetzen. Die Gesamtlösung würde somit gegenüber der reinen Drehstrom-Freileitung bei Beachtung der zu übertragenden Leistung zumindest um das Fünffache teurer werden." ...

"Eine grundlegend andere Trassenführung trifft auf die Ausgangssituation, dass ein Vorhabenträger, der über eine bestehende und genehmigte Trasse verfügt, diese nicht ohne Not zugunsten einer anderen Trasse aufgeben wird. Denn eine neue Trasse bedeutet eine Vielzahl neuer Betroffenheiten, die zunächst im Verhandlungswege oder im Streitfall durch Enteignungen überwunden werden müssten. Unbeschadet dessen werden im Rahmen des anstehenden Planfeststellungsverfahrens mögliche Trassenalternativen in die Prüfungen einbezogen."

 Leider überlässt die Landesregierung das Handeln immer noch Amprion und weigert sich, sich für die Belange der Betroffenen und der Initiativen einzusetzen. Höchste Zeit für einen Politikwechsel!

 

Die komplette Antwort finden Sie auf unserer Seite "Land NRW":Antwort auf Grünen-Anfrage

 

 05/2010

Teilverkabelung in Legden vorgestellt

Die Mitarbeiter der Amprion GmbH stellen am 3.5. dem Legdener Rat in Asbeck die Planungen für Legden vor. Die gesamte neue Strom-Autobahn von der Nordsee zum Niederrhein unter die Erde zu legen, lehnen sie aus Kostengründen ab. Zudem sei die HGÜ-Gleichstromtechnik noch nicht ausgereift. Auch eine Trassenverschiebung entlang der A 31 werde Amprion nicht angehen. Für Legden werde das Planfeststellungsverfahren 2012 beginnen.

Kongress in Berlin

 

 Mehr als 300 Fachleute diskutieren am 6. und 7. Mai 2010  bei dem vom Forum Netzintegration Erneuerbare Energien der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ausgerichteten zweitägigen Fachkongress im Umweltforum der Auferstehungskirche in Berlin zwei Tage die Zukunft der Stromnetze in einer von Erneuerbaren Energien getragenen Energiezukunft.

    Beim bisher größten Kongress über die Integration Erneuerbarer Energien in das Stromnetz betonen fast alle Referenten aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Verbänden die Dringlichkeit der Optimierung, der Verstärkung und des Um- und Ausbaus der Strominfrastruktur, damit der auch von der aktuellen Bundesregierung verfolgte Zubau von Wind- und Sonnenkraftwerken mit der derzeitigen Dynamik fortgesetzt werden kann.

    Vertreter von Bürgerinitiativen, darunter Gaby Bischop von den Bürgerinitiativen Pro Erdkabel NRW als Teilnehmerin einer Podiumsdiskussion und Referentin eines Workshops, fordern von Netzbetreibern, Politik und Verwaltungen vor allem mehr Transparenz und mehr Informationen, frühe Einbindung in Entscheidungsprozesse und mehr Mitspracherechte. Nur dies berge die Chance auf eine gütliche Einigung und letztlich verkürzte Verfahren bei der Realisierung.

    Ein Brennpunkt der Auseinandersetzungen um neue Stromtrassen ist bei der Tagung neben der Minimierung der Eingriffe in die Natur durch neue Stromtrassen, die Frage der Erdverkabelung neuer Übertragungstrassen, dort wo sie nahe an Siedlungsgebiete heranreichen. Während führende Vertreter der Übertragungsnetzbetreiber, des Bundeswirtschaftsministeriums und der Bundesnetzagentur als zuständiger Regulierungsbehörde vor allem die "Bezahlbarkeit" des Infrastrukturumbaus anmahnen, fordern Bürgerinitiativen und Naturschützer eine möglichst vollständige Erdverkabelung neuer Trassen auf der Hochspannungsebene (110 kV) und die Teilverkabelung in Siedlungsnähe und ökologisch sensiblen Regionen.

    Wissenschaftler und Stromnetzexperten fordern als Konsequenz aus dem notwendigen Um- und Zubau von Trassen in eng besiedelten und durch Infrastrukturen schon heute stark in Anspruch genommen Regionen Deutschlands und Europas vorrangig solche Leitungstechnologien zur Stromübertragung weiterzuentwickeln, bei denen Freileitungen und Erdkabel problemlos kombiniert und die gut in das bestehende, konventionelle Wechselstromnetz integriert werden können.


    Gaby Bischop im Gespräch mit Matthias Kurth, Bundesnetzagentur

    Alle Präsentationen des Kongresses finden Sie unter:  http://www.forum-netzintegration.de/119/

    Verlängerung des Erdkabelteilabschnittes in Raesfeld

    In seiner Sitzung am 10.5. entscheidet der Planungsausschuss der Gemeinde Raesfeld sich dafür einzusetzen, dass die Übergabeportale des Erdkabelabschnittes zur Freileitung so weit wie möglich voneinander entfernt stehen und damit auch weitere betroffene Bürger und Bürgerinnen eine Erdverkabelung erhalten. Im Norden ist es eine komplette Wohnsiedlung, im Süden betrifft es neben einzelnen Höfen auch den Tiergarten. Die recht großen Bauwerke sind bisher geplant in Höhe des Lehmbrockweges am westlichen Rand des Tiergartens und nordöstlich des Gewerbegebietes Nord (Ährenfeld). Bürger und Bürgerinnen sind bei Bürgermeister Grotendoorst gewesen und haben diese Verlängerung gefordert. Der Planungsausschuss spricht sich dafür aus, das Portal am nördlichen Ortseingang möglichst östlich der B 70 errichten zu lassen, in Tiergartennähe sei das Bauwerk in Richtung Wormstall (Kläranlage) viel besser platziert.

    Plusminus benennt Gefahren von Höchstspannungsleitungen 

    Das Magazin Plusminus berichtet in seiner Sendung "Stromnetz - Engpässe" am 11.5.2010  über die Hintergründe und die Gefahren der Höchstspannungsleitungen. Zu Wort kommen u. a. der von den Amprion-Planungen Betroffene Achim Riemer und Prof. Lorenz Jarrass. Der Beitrag kannn angeschaut werden unter: http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/4405936?pageId=&moduleId=432744&categoryId=&goto=&show=

    Ein Text unter Das Erste.de informiert über den Fernsehbeitrag vom 11.05.2010. Wir dokumentieren ihn unter: Bund Presse.

    06/2010 

    Blockieren Ökos den Ökostrom? - Panorama behauptet das

    Am Donnerstag, dem 10.6. ist in der Panaroma-Sendung ab 21.45 Uhr der Transport des regenerativ erzeugten Stroms das Thema. Stellen die Bürgerinitiativen für einen umwelt- und menschengerechten Stromtransport mit ihrem Widerstand die Bremse für die Windernergie dar? Mit Bild und Wort wird in der Sendung auch über unsere Bürgerinitiativen im Münsterland berichtet. Vierstündige "Dreharbeiten" haben dazu am Samstag, dem 5.6. in Legden stattgefunden. Leider findet sich in dem Beitrag so gut wie gar nichts davon wieder.

    Anschauen könne Sie sich den gesamten Beitrag unter: http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama478.html

    Panorama schrieb zu der Sendung:

    Windenergie: Ökos blockieren Ökostrom

    Man sieht sie schon von weitem, die riesigen Windparks überall an der deutschen Nord- und Ostseeküste. Gebaut, um umweltfreundliche Energie zu produzieren. Doch viel zu oft stehen die Räder still.

    Grund ist nicht etwa eine andauernde Flaute: Die Windräder müssen abgeschaltet werden, denn es fehlen die Stromleitungen, um die Energie von der Küste ins Inland zu transportieren. Der Ausbau der Netze hinkt Jahre hinterher, denn er wird von zahllosen Bürgerinitiativen blockiert. Fast überall, wo eine neue Stromleitung gebaut werden soll, organisiert sich der Widerstand. Mal wird gegen die hohen Strommasten protestiert, mal für unterirdische Leitungen. In jedem Fall führen Klagen und Gerichtsverfahren zu einer erheblichen Verzögerung des Netzausbaus.

    Und dabei sind es paradoxer Weise oft ökologische Argumente, die den Ausbau des Ökostroms behindern. Auch wenn die Stromriesen den Verdacht von sich weisen: Ihnen dürften die Blockaden gut ins Konzept passen. Denn statt umweltfreundlicher Windenergie können sie so - länger als politisch geplant - Atom- und Kohlestrom in die Netze einspeisen und daran gut verdienen. Panorama über eine unfreiwillige Allianz von Bürgerinitiativen und Stromkonzernen.

    Noch viele Fragen offen - Gespräch bei amprion

    Vertreter der Bürgerinitiativen Pro Erdkabel NRW sprechen am 11.6. bei einem erneuten Treffen mit dem Netzbetreiber amprion GmbH in Dortmund über den Planungsstand für die neue 380-kV-Leitung Wesel-Diele. Amprion will mit einem Höchstmaß an Rechtssicherheit in das Planfeststellungsverfahren gehen und das Vorhaben im Münsterland auf der bestehenden Trasse umsetzen. Ein erster Freileitungsabschnitt soll im Sommer 2010 in das Planfestsstellungsverfahren gehen, ehe dann der erste Erdkabelteilabschnitt auf Raesfelder Gebiet folgen soll. Die Initiativen fordern auch weiterhin die ernsthafte Prüfung von Trassenalternativen und der Gleichstromtechnik HGÜ. 

    07/2010 

    Rat Borken beschäftigt sich mit dem Thema Erdverkabelung

    Am Mittwoch, 07. Juli 2010 findet eine Sitzung des Rates der Stadt Borken unter anderem mit dem Tagesordnungspunkt "Vorstellung der Pläne für ein 380 kv-Erdkabel auf dem Stadtgebiet Borken durch Amprion und RWE" statt.

    Presseniederschläge finden Sie auf: Borken Presse

     

    HGÜ auf der Trasse Wesel-Diele nur doppelt so teuer wie eine Freileitung!

      Die Bundesnetzagentur veranstaltet am 9. Juli 2010 im Bundesverkehrsministerium in Bonn einen Workshop "Technologieoptionen zur Deckung des Kapazitätsbedarfs in den Übertragungsnetzen".

      Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ), Drehstrom in 16.7 Hertz und Hochtemperaturleiterseile sind die zentralen Themen der Veranstaltung. Erfreut stellen Gaby Bischop und Sven Schwardmann von den BI Pro Erdkabel NRW fest, dass  die Firmen ABB und Siemens offensiv die HGÜ-Technik vertreten und auch andere Teilnehmer, wie z.B. Professor Westermann von der TU Ilmenau das Ausprobieren einer HGÜ-Strecke empfehlen. Bei den Kosten für eine erdverkabelte HGÜ-Variante der Trasse Wesel - Diele ist jetzt nur noch von einem Kostenfaktor 2 im Vergleich zur Freileitungsvariante die Rede. Für die BI ist klar: Wann - wenn nicht jetzt?! - HGÜ-Erdverkabelung der Trasse Wesel - Diele!

      Eine Pressemittelung der Bundesnetzagentur zu der Veranstaltung finden Sie hier: Pressemitteilung Bundesnetzagentur

      Gespräch bei den Grünen

      Gaby Bischop, Sven Schwardmann und Paul Wissing haben am 14. Juli im Düsseldorfer Landtag die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Rainer Priggen (designierter Fraktionsvorsitzender der Grünen), Wibke Brems (designierte energiepolitische Sprecherin der Grünen) und ihrer Mitarbeiterin Saskia Ellenbeck. Themen sind u.a. die neuen Entwicklungen hinsichtlich der Verwirklichung einer HGÜ-Trasse Wesel-Diele  und Möglichkeiten der Einflussnahme der neuen Landesregierung auf die Amprion-Planungen.

      08/2010 

      Akzeptanz neuer Stromtrassen kann verbessert werden 

      Neue Stromtrassen würden von der betroffenen Bevölkerung besser akzeptiert, wenn bei der Planung und Umsetzung bestimmte Mindestanforderungen eingehalten und verbindlichere Regelungen etwa bezüglich der Abstände der Leitungen von Wohngebieten oder der Verlegung der Kabel in die Erde gelten würden.

      Außerdem sind die Menschen eher bereit, einem Netzausbau „vor ihrer Haustür“ zuzustimmen, wenn dieser nachweislich der Integration erneuerbarer Energien dient. Das sind einige der zentralen Ergebnisse einer Untersuchung, die die Forschungsgruppe Umweltpsychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) durchgeführt und am 18.8.2010 vorgestellt hat. Die vom Bundesumweltministerium finanzierte Studie wurde im Rahmen des „Forum Netzintegration Erneuerbare Energien der DUH erstellt.
      Weitere Informationen unter: DUH-Pressemitteilung

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