Im Fernsehen

 
Beiträge im Fernsehen
 
Windpark-Anbindung per Gleichstrom
Weiter weg als je zuvor entsteht in der Nordsee ein riesiger Windpark - 120 Kilometer vor der deutschen Küste. Der erzeugte Strom muss über 200 Kilometer quer durch das Meer und Norddeutschland transportiert werden, um ins Netz eingespeist zu werden. Um den Windstrom verlustarm ans Land zu befördern, wird die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung genutzt. Die 29-minütige 3Sat - Sendung "Das Stromnetz von morgen" vom 25.1.2010 ist zu sehen unter:
 
 
 
Streit um Stromtrasse
Was haben die großen Windräder in der Nordsee mit Hessen zu tun? Eine ganz Menge: Um die Massen von Öko-Strom von den Nordsee-Windrädern in die Verbrauchszentren nach Süddeutschland zu bekommen, muss eine neue Starkstromleitung gebaut werden - zum Teil auch quer durch Nordhessen. 60 Meter hohe Masten, 30 Meter breit - das sorgt für Protest in der Region. Einen Fernsehbeitrag aus Hessen finden Sie hier:
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=57579&key=standard_document_39226473&mediakey=fs/hessenschau/20100603_1930_stromtrasse&type=v
 
Quelle: © hr | hessenschau, 03.06.2010
 

Plusminus benennt Gefahren von Höchstspannungsleitungen 

Das Magazin Plusminus berichtet in seiner Sendung "Stromnetz - Engpässe" am 11.5.2010  über die Hintergründe und die Gefahren der Höchstspannungsleitungen. Zu Wort kommen u. a. der von den Amprion-Planungen Betroffene Achim Riemer und Prof. Lorenz Jarrass. Der Beitrag kannn angeschaut werden unter: http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/4405936?pageId=&moduleId=432744&categoryId=&goto=&show=

Stromnetz: Engpässe

Windstrom von der Nordsee gilt als die Zukunft für nachhaltige Energieversorgung. Um den Strom zu den Abnehmern zu transportieren, muss das Leitungsnetz ausgebaut werden.  Weil an Nord- und Ostsee die Windkraft immer weiter ausgebaut wird und heute schon mehr Strom erzeugt als im Norden gebraucht wird, hat die Bundesregierung beschlossen, dass die Stromnetze ausgebaut werden müssen - bundesweit. Betroffene Anwohner müssen dafür elektromagnetische Strahlung und viele andere Nachteile und Einschränkungen verkraften. Die "markt"-Sendung vom 31.5.2010 berichtet über Grenzwerte und Risiken, über die Diskussion Erdkabel oder Freileitung, über Zweifel, dass die Leitungen nur der Windkraft dienen, über die Alternative des Gleichstroms, über Widerstand.

Die Sendung finden Sie hier:

http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2010/0531/04_stromnetz.jsp 

Blockieren Ökos den Ökostrom?

Am Donnerstag, dem 10.6. ist in der Panaroma-Sendung ab 21.45 Uhr der Transport des regenerativ erzeugten Stroms das Thema. Stellen die Bürgerinitiativen für einen umwelt- und menschengerechten Stromtransport mit ihrem Widerstand die Bremse für die Windernergie dar? Anschauen könne Sie sich den gesamten Beitrag unter: http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama478.html

 

Keine Leitungen für die Windenergie in NRW?

Über Windräder in der Nordsee, Widerstand von Bürgerinitiativen und Lösungsansätze berichtet die Westpol-Sendung "Keine Leitungen für die Windenergie" vom 17.1.0.2010. Zu Wort kommen Gaby Bischop  von den BI Pro Erdkabel NRW, NRW-Umweltminister Johannes Remmel und Stephan Kohler von der Deutschen Netzagentur.

 http://www.wdr.de/tv/westpol/sendungsbeitraege/2010/1017/windenergie.jsp

Info-Text zur Sendung:

Das Image der Windkraft ist prima: sauber und schier unerschöpflich. Der Ausbau ist beschlossene Sache. Doch wer die Windkraft will, muss auch die Stromnetze ausbauen. Auch da herrscht Konsens. In der Praxis allerdings geht es mit der Erneuerung der Netze nicht voran. Grund sind Widerstände vor Ort, Bürger, die sich gegen die Hochspannungsmasten auflehnen, auch in NRW. Ein echtes Problem, denn ohne Leitungen kommt der Strom eben nicht aus der Steckdose.

 Windräder vor deutschen Küsten

100 Windräder - jedes 115 Meter hoch - zusammen produzieren sie Strom für 200.000 Haushalte. Das größte Windkraftwerk der Welt steht vor England. Doch auch vor Deutschlands Küsten sollen sich bald 100 Windräder drehen - für saubere Energie.

Raesfeld im Münsterland: Eine Bürgerinitiative kämpft gegen neue Hochspannungsleitungen. Auf neuen Masten und durch dickere Leitungen soll der Strom bald von der Küste zu den Verbrauchern fließen. Doch die Anwohner fürchten um den Wert ihrer Grundstücke und vor allem um ihre Gesundheit, die durch elektromagnetische Felder beeinträchtigt werden könnte.

Windräder auf Rapsfeld; Rechte: dpa
Windräder - schädlich für Landschaftsbild und Gesundheit?
 

Vor der Küste entstehen riesige Windparks - und im Inland, da wollen die Anwohner keine neuen Stromleitungen - ein echtes Dilemma. Die Deutsche Energieagentur beeunruhigt diese Entwicklung, denn so können die Anteile der regenerativen Energien wegen zu wenigen Netzen icht erreicht werden. Mindestens 850 Kilometer neue Leitungen sind nötig, um den Windstrom zu verteilen. Das hat die Deutsche Energieagentur berechnet. Gebaut wurden bisher gerade mal 90 Kilometer. Die wichtigste Leitung in NRW führt von Meppen nach Wesel. Hier steht noch kein einziger Mast.

 

Mehr Windenergie für NRWDiagramm NRW-Strom aus erneuerbaren Energien; Rechte: dpa
NRW: 41,5% Windenergie im Jahr 2009

Und: Die Landesregierung will die Windenergie auch in NRW massiv ausbauen. Neue Anlagen sollen bald fünfmal so viel Strom erzeugen wie die Windkraft heute. Ohne neue Stromleitungen geht auch das nicht. Johannes Remmel, Umweltminister NRW setzt auf Überzeugungsarbeit. Ohne erneuerbare Energien können die Klimaziele nicht erreicht werden. Man wolle versuche im Dialog Lösungen zu schaffen und die Betroffenheit so gering wie möglich zu halten.

 

Betroffenheit gering halten? Davon will die Bürgerinitiative nichts wissen. Vernetzt mit Leitungsgegnern in anderen Bundesländern sieht sie sich als Teil einer wachsenden Protestbewegung. Mit Einsprüchen und Klagen können die Anwohner den Leitungsausbau auf Jahre verzögern. An die Politik in NRW gibt es eine klare Forderung: Die Landesregierung eine soll verpflichtende Erdverkabelung durchführen für Menschen, die unmittelbar betroffen sind, so wie das niedersächsische Erdkabelgesetz es vorsieht.

Teure ErdkabelBauarbeiten an der Anlage "Alpha Ventus" 45 Kilometer vor
der Nordseeinsel Borkum; Rechte: dpa
Bauarbeiten an der Anlage "Alpha Ventus" vor Borkum

Kabel in die Erde legen - technisch ist das machbar - sagt die Energieagentur. Doch es gibt massive Nachteile. So ist ein Erdkabel ca. fünfmal so teuer und es entsteht eine 30-35m breite Schneise in der Landschaft, welche wegen der Wärmeentwicklung nicht mehr bebaut, bepflanzt oder bewirtschaftet werden darf.

 

Die NRW-Landesregierung ist in der Zwickmühle: Neue Überlandleitungen wären preiswert, sind aber nur schwer durchsetzbar. Erdkabel könnten gebaut werden, wären aber teurer. Was die Frage der Durchsetzung und der schnelleren Inbetriebnahme der Netze angeht, so könnten sich Erdkabel rechnen, meint Johannes Remmel. Saubere Energie von der Küste. Die Politik will sie, nun geht es darum, die Leitungsgegner zu überzeugen. Sonst zahlen am Ende alle den Preis - über höhere Stromkosten.

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