Krankheiten

 

             Strom macht krank!

 

Grenzwerte ohne Grenzen?!

"Wenn Strom fließt, haben wir ein Magnetfeld und dieses macht die Menschen krank", so Professor Dr. von Klitzing auf einer Veranstaltung in Raesfeld am 4.10.2008. Der Grenzwert der so genannten Flussdichte liege in Deutschland bei 100 Mikrotesla.

Um diesen Wert zu erreichen, müsse man sich aber schon auf einen Transformator setzen, erklärte von Klitzing. In der Schweiz liegt der Wert zum Vergleich bei einem Mikrotesla, in Italien bei 0,5 und in Schweden bei nur 0,2 Mikrotesla. Einen Teufelskreis sieht von Klitzing darin, dass die Politiker sich nicht bewegten, solange nicht jeder Mensch, der in unmittelbarerer Nähe einer Überlandleitung lebt, krank werde.
 

  

Hochspannungsleitungen machen krank
 
 
Leukämie bei Kindern
 
Britische Forscher der University of Oxford haben festgestellt, dass Kinder, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen wohnen, ein um 70 Prozent höheres Blutkrebs-Risiko tragen.
In der Untersuchung waren 29 000 Kinder aus England und Wales einbezogen, die in den Jahren 1962 bis 1995 in einem Alter unter 15 Jahren an Krebs erkrankten. 9700 litten an Leukämie. Das Ergebnis: Kinder, die bis zu 200 Meter nahe an einer Freileitung entfernt wohnten, hatten ein 70 Prozent höheres Leukämierisiko als Kinder, die mehr als 600 Meter entfernt von Überlandleitungen lebten.
 
 
Krebsfälle
 
Der österreichische Umweltmediziner Gerd Oberfeld untersucht einen möglichen Zusammenhang zwischen Krebsfällen im Seekirchner Ortsteil Kraiham (Flachgau) und Stromleitungen. Es gibt eine Liste mit zehn Namen aus Kraiham, die in den vergangenen Jahren an Krebs gestorben sind. In der 40-Häuser-Siedlung Kraiham ist kein Gebäude weiter als 250 Meter von der 220-Kilovolt-Stromleitung entfernt. Und es gibt kaum ein Haus in Kraiham, in dem in den vergangenen Jahren nicht jemand an Krebs gestorben ist.
 
Erhöhtes Alzheimerrisiko
 
Wer in der Nähe einer Hochspannungsleitung wohnt, hat womöglich ein erhöhtes Alzheimerrisiko. Als Grund vermuten die Forscher die starken Magnetfelder der Leitungen. Wissenschaftler der Universität Bern haben in einer Studie 9200 Alzheimer-Todesfälle analysiert. Dabei zeigte sich: Wer mindestens 15 Jahre in einem Abstand von weniger als 50 Metern an einer Hochspannungsleitung lebt, trägt ein doppelt so hohes Risiko krank zu werden, wie die restliche Bevölkerung. Auffallend an den Ergebnissen sei, dass das Risiko einer Erkrankung parallel zur Wohndauer in der Nähe von Hochspannungsleitungen anzusteigen scheine.

Frühere Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass Menschen, die beruflich starken magnetischen Feldern ausgesetzt sind, ein erhöhtes Alzheimerrisiko haben.
 
Schadstoffsmog
 
Das Risiko zu erkranken ist für Menschen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben oder arbeiten, größer als bei anderen. Zu diesem Thema haben einige Wissenschaftler von der University of Bristol, unter der Leitung von Denis Henshaw, verschiedene Studien durchgeführt. Zusammen hängt dieses Risiko mit der erhöhten Schadstoffbelastung unter Hochspannungsleitungen. Da einige Umweltschadstoffe krebserregend sind, könnte dieses Ergebnis den Zusammenhang zwischen einer erhöhten Leukämierate und Hochspannungsleitungen erklären.
Zu den erhöhten Schadstoffbelastungen kommt noch, dass die Chemikalien im Organismus besser aufgenommen werden können - auch eine Ursache der Hochspannungsleitungen. Messungen der "Korona-Ionen" haben ergeben, dass sie in relativ großen Mengen vom Wind bis zu 500 Meter weit weggetragen werden. Die erhöhte Schadstoffmenge ist also nicht allein auf die Gebiete direkt unter den Hochspannungsleitungen beschränkt. Die inhalierten Schadstoffe werden durch ihre Ladung außerdem besser vom Körper aufgenommen. Wenn also die Aerosole krebserregende Stoffe enthalten, oder solche die andere Krankheiten auslösen, ist damit auch die Gesundheit in Gefahr.

Erhöhtes Krebsrisiko

Das zeigen neueste statistische Untersuchungen des Krebs-Forschungsinstituts der University Bristol. Personen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben, sind laut einer britischen Studie erhöhter Krebsgefährdung ausgesetzt. Bei Untersuchungen hat sich gezeigt, die höheren Krebsfälle befinden sich nur dort, wo der Wind vermehrt von den Stromleitungen her weht. Das Forschungsteam um Alan Preece vom Krebs- Forschungsinstitut der Bristol University hatte die Krebsfälle von Menschen, die maximal 400 Meter von Stromleitungen leben, für ganz Südwest-England statistisch ausgewertet. Laut Peerce ist das Krebsrisiko dort im Durchschnitt 29 Prozent höher als anderswo.
 
Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Elektrosmog

Internationale Wissenschaftler und Studien bestätigen Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen durch Elektrosmog:

·    Chronische Kopfschmerzen
·    Schlafstörung
·    Herzrhythmusstörungen
·    Potenzstörungen
·    Rheumatische Beschwerden
·    Chronische Müdigkeit
·    Infektanfälligkeit
·    Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
·    Lernprobleme
·    Depressionen und Selbstmorde
·    Gedächtnisstörungen
·    räumliche Desorientierung
·    verringerte Immunreaktion
·    DNA-Schaden und Veränderung der DNA Reparatur Kapazität
·    Gehirntumoren
·    Leukämie und andere Krebserkrankungen
·    Fortpflanzungsprobleme, Fehlgeburten, Herzrhythmusstörungen
·    Blutdruckänderungen
·    Herzinfarkte
 
Beeinflussungen des Körpers durch elektromagnetische Felder (EMF) 
 
Experimente/ Untersuchungen
 
  • Robert P. Liburdy und Koll. (1993) konnten beobachten, dass EMF unabhängig von der Melantoninkonzentration die krebshemmende Funktion des Hormons beeinträchtigt. Der Versuch konnte mehrfach reproduziert werden. (ES-Rep., 2/99)
  • Maria Feychting und Koll. (Institut für Umweltmedizin am Koarolinska Institut, Stockholm, 1998) fanden in einer epidemologischen Studie, dass das Brustkrebsrisiko von Frauen mit positiven Östrogenstatus unter EMF-Belastung (HF) um das 7,4fache erhöht ist. (ES-Rep., 2/99)
  • Forscher der nationalen Institute für Gesundheit und der amerikanischen Lebensmittelbehörde (Rosen, 1998) fanden eine deutliche Unterdrückung der Melantoninproduktion nach einer 12-stündigen Exposition mit 50 uT bei 60Hz. (ES-Rep. 2/99).
  • Russel J. Reiter u. Koll. (Univ. Texas,?) stellten eine verminderte Melantoninkonzentration und NAT-Aktivität der Zirbeldrüse und eine stark verminderte Melantoninkonzentration im Blut bei EMF (50-500 uT, Exp 15-20Min, NF) teilweise fest. (ES-Rep. 2/99).
  • In Vollersode (bei Bremen) wurde eine Häufung von Hirntumoren um das 5fache des Durchschnitts in einem Gebiet festgestellt (1997), in dem sich die 3,5km-Kreise um eine  Radarstellung der BW und einem Mobilfunkturm überlappen. Auslöser ist wahrscheinlich die Radarstrahlung, die vom Turm reflektiert wird, obwohl die Grenzwerte eingehalten werden. (ES-Rep. 3/98)
  • Der Bauer Altenweger bei Schnaitsee beobachtete seit Herbst 1995 erhebliche Gesundheitsprobleme, Fehlgeburten und verminderte Milchleistung bei seinen Kühen. In der Nähe des Hofs (300m) steht ein Sendemast mit Sendern für Fernsehen, Richtfunk und mehreren Mobilfunksendern. Der Tierarzt des Veterinäramts Traunstein Dr. J. Schmidt schloss bei seiner Untersuchung (1997) Fütterungs- oder Haltungsfehler aus und vermutete die EMF-Belastung als Ursache, zumal die Tiere wieder gesund wurden, wenn sie an einen anderen Hof verbracht wurden und nach Rückkehr wieder erkrankten.
    Die bayrische Staatsregierung verbot dem Tierarzt die Veröffentlichung seiner Untersuchung. Nach seiner Drohung an die Presse zu gehen, wurde ihm die Veröffentlichung erlaubt, unter der Bedingung, dass der Bauernhof nicht als bayerisches Anwesen erkennbar ist. (ES-Rep. 9/98)
  • Eine Studie der Universität von Kalifornien ergab, daß die Wirksamkeit des krebshemmenden Medikaments Tamoxifen bei Einwirkung von magnetischen Feldern(60 Hz,0,2 - 1,2 uT) nachlässt. Ähnliche Beobachtungen wurden für die Wirksamkeit von Melantonin gemacht. (ES-Rep 5/98)
  • Eine Untersuchung von Antonio Sastre u. Koll. am Midwest Forschungsinstitut in Kansas City/USA (1998) hat eine deutliche Verminderung der Herzfrequenzvariabilität unter EMV (1 -20 uT, 60Hz) ergeben. Eine verminderte Herzfrequenzvariabilität führt zu einem erhöhten Risiko für schwere Herzrythmusstörungen und den plötzlichen Herztod. (ES-Rep.11/98).
  • Eine Studie der Neurologischen Klinik der Uni Freiburg (1998), die technisch und finanziell von der Telekom AG unterstützt wurde, ergab eine Erhöhung des Blutdrucks um 5 bis 19 mm Hg bei Benutzung eines Mobiltelefons. Psychische Beeinflussung wurde durch Blindversuche ausgeschlossen. (ES-Rep. 4/98)
  • Psychologen der Uni Gießen haben entdeckt, dass sich die Gehirnströme ändern, wenn schwache magnetische Impulse wie bei Blitzentladungen (heranziehende Gewitter) vorhanden sind. Die Gehirnströme ändern sich im Rhythmus der (simulierten) Blitze. Dieser Effekt tritt nach einige Minuten ein und hält bis 15 Min. nach Ende des Experiments an. (ES-Rep.4/1998)
  • Im Bereich des Kurzwellen-Senders Schwarzenburg (Schweiz) kam es zu Gesundheitsbeschwerden der Anwohner , insbesondere zu Schlafstörungen. Es wurden Untersuchungen gemacht, wobei der Sender für einige Tage abgestellt wurde (1993), wobei die Schlafstörungen klar bestätigt wurde. Die Störungen nahmen mit der Nähe zum Sender zu, verließen die Anwohner die Zone um den Sender, konnten sie nach 1 bis 2 Tagen wieder besser schlafen. Der Sender wurde 1998 endgültig abgeschaltet. (ES-Rep.12/1998)
  • Von Dr. W. Löscher, Professor an der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurde wiederholt Krebsexperimente mit Ratten durchgeführt, die eine erhöhte Krebsrate bei EMF-Exposition ergaben (50Hz, 100uT, Magnetfeld, bis zu 26 Wochen). Wiederholungen der Experimente in den USA konnten diese Ergebnisse nicht bestätigen, was durch eine andere Rattenart  begründet sein könnte. (ES-Rep. 6/1998)

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Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung

Deutschland, Elektrosmogverordnung (26. BImSchV)
entspricht ICNIRP-Empfehlungen (ICNIRP=International Commission on Non-Ionizing Radiaton Protection)

6 2/3 Hz (Bahnstrom)
1 20000 V/m; 300 uT
 50 Hz (Stromnetz)
5000 V/m; 100 uT
10 bis 400 Mhz 
27,5 V/m, 0,073 A/m  bzw. 2 W/qm
400 bis 2000Mhz 
 f [MHz] * 5 mW/qm
2000 bis 300 000 MHz 
61 V/m; 0,16 A/m  bzw. 9,8 W/qm
Mobilfunk C-Netz
 2,3 W/qm
Mobilfunk D-Netz
 4,4 W/qm
Mobilfunk E-Netz 
  9 W/qm

 
Flussdichte? Tesla?

Die magnetische Flussdichte ist eine Größe der Elektrodynamik. Sie ist der Quotient aus der Lorentzkraft F, die ein vom Strom I durchflossener Leiter der Länge l in einem Magnetfeld erfährt, und dem Produkt dieser Stromstärke I und Leiterlänge l. Dabei orientieren sich die Feldlinien senkrecht zum Strom:

 

B = \frac{F}{I \cdot l}

\vec{B} = \mu \cdot \vec{H}

wobei

\vec{H} die magnetische Feldstärke,
? die Permeabilität ist.

\vec B ist ein Vektor, der die Richtung der magnetischen Feldlinien eines Magnetfelds hat.

Die Einheit der magnetischen Flussdichte ist im SI das Tesla mit dem Einheitenzeichen T:

\left[ B \right] = 1\,{\mathrm{kg} \over \mathrm{As^2}} = 1\,{\mathrm{N} \over \mathrm{Am}} = 1\,{\mathrm{Nm} \over \mathrm{Am^2}} = 1\,{\mathrm{J} \over \mathrm{Am^2}} = 1\,{\mathrm{Ws} \over \mathrm{Am^2}} = 1\,{\mathrm{Vs} \over \mathrm{m^2}} = 1\,\mathrm{T}
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetische_Flussdichte

 

 Leukämie

Krebsrisiko Strommasten

Kinder, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen wohnen, bekommen offenbar häufiger Blutkrebs. 

 Was ist Elektrosmog? 

Das Wort "Elektrosmog" entstand aus der Zusammenfügung von "Elektro" mit der Bezeichnung "Smog" (wiederum eine Zusammenziehung der englischen Begriffe "smoke = Rauch" und "fog = Nebel") für Dunstglocke bzw. Luftverunreinigung.
Der "Elektrosmog" besteht aus den folgenden  fünf Strahlungsbereichen:
Elektrische Wechselfelder (Niederfrequenz)
Magnetische Wechselfelder (Niederfrequenz)
Elektromagnetische Wellen (Hochfrequenz)
Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik)
Magnetische Gleichfelder (Magnetostatik)
 
Lange Zeit war der mögliche Einfluss schwacher elektrischer und magnetischer Felder auf die Gesundheit unbekannt. Erst die Baubiologie bzw. Elektrobiologie versuchte, auf Zusammenhänge hinzuweisen und Maßnahmen zu einem sinnvollen Umgang zu erarbeiten.
Neben anderen Faktoren werden Störungen unseres Wohlbefindens und unserer Gesundheit häufig von den uns ständig umgebenden Feldern unseres Stromnetzes verursacht. Von vielen offiziellen Stellen und ganz besonders von den Elektrizitätsversorgungs-Unternehmen wird noch geleugnet oder ignoriert, dass die so genannten niederfrequenten Felder unserer Stromversorgung auf den menschlichen Organismus einen Einfluss haben. Dabei widerspricht es doch dem gesunden Menschenverstand, wenn in der elektronischen Industrie und im Automobilbau verstärkt mit immensem Aufwand versucht wird, die Produkte nach Kriterien der EMV (Elektro-Magnetische Verträglichkeit) störungs- bzw. ausfallsicher zu machen und von gleicher Seite sowie den beteiligten Wissenschaftlern eine Beeinträchtigung von biologischen Systemen, z.B. des menschlichen Körpers, fast durchweg verneint wird.

Internationale Wissenschaftler und Studien bestätigen Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen durch Elektrosmog:
·    Chronische Kopfschmerzen
·    Schlafstörung
·    Herzrhythmusstörungen
·    Potenzstörungen
·    Rheumatische Beschwerden
·    Chronische Müdigkeit
·    Infektanfälligkeit
·    Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
·    Lernprobleme
·    Depressionen und Selbstmorde
·    Gedächtnisstörungen
·    räumliche Desorientierung
·    verringerte Immunreaktion
·    DNA-Schaden und Veränderung der DNA Reparatur Kapazität
·    Gehirntumoren
·    Leukämie und andere Krebserkrankungen
·    Fortpflanzungsprobleme, Fehlgeburten, Herzrhythmusstörungen
·    Blutdruckänderungen
·    Herzinfarkte
 
 Quelle: elektrosmog.com

 

  Schadstoffsmog unter Hochspannungsleitungen

Seit Langem wird über die Auswirkungen von Hochspannungsleitungen auf die menschliche Gesundheit diskutiert. Von den Gefahren, die von Elektrosmog ausgehen, ist da die Rede und wie schädlich sich dieser auf unseren Organismus auswirke. - Die Befürworter warnen, die Kritiker lächeln, denn nachweisen läßt sich natürlich zunächst einmal nichts. Nun hat eine Gruppe von Wissenschaftlern festgestellt, daß tatsächlich gesundheitliche Gefahren von Hochspannungsleitungen ausgehen könnten. Und zwar nicht in Form von Elektrosmog, sondern durch erhöhte Schadstoffbelastungen.

Das Risiko zu erkranken ist für Menschen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben oder arbeiten, größer als bei anderen. Zu diesem Thema haben einige Wissenschaftler von der University of Bristol, unter der Leitung von Denis Henshaw, verschiedene Studien durchgeführt. In ihrer ersten Untersuchung ermittelten sie die Schadstoffbelastung unter Hochspannungsleitungen. Sie stellen an 2000 verschiedenen Orten in der Umgebung von Bristol auf offenem Feld Detektoren auf. Die Messungen ergaben eine gegenüber anderen Gebieten erhöhte Belastung mit ungesunden Substanzen. Auch verschiedene Windverhältnisse und Wetteränderungen, wie Regen oder Schnee, reduzierten die Schadstoffmenge nicht, im Gegenteil, sie führten zum Teil zu noch höheren Werten. Die Wissenschaftler errechneten daraus die Belastung des menschlichen Organismus mit diesen Verbindungen, wobei sie davon ausgingen, daß die menschliche Haut einer ähnlich hohen Dosis ausgesetzt sein würde, wie die Meßgeräte. Da einige Umweltschadstoffe krebserregend sind, könnte dieses Ergebnis den Zusammenhang zwischen einer erhöhten Leukämierate und Hochspannungsleitungen erklären.

Doch das ist noch nicht alles. Zu den erhöhten Schadstoffbelastungen kommt noch, daß die Chemikalien im Organismus besser aufgenommen werden können - auch eine Ursache der Hochspannungsleitungen. Die Leitungen umgibt eine Korona aus Ionen. Diese entstehen, wenn der auf den Leitungen angesammelte Dreck, durch die hohen Spannungen ionisiert wird. Die Schadstoffaerosole in deren Nähe reichern sich mit diesen Ionen an und sind dadurch nicht mehr neutral, sondern liegen im geladenen Zustand vor. Messungen der "Korona-Ionen" haben ergeben, daß sie in relativ großen Mengen vom Wind bis zu 500 Meter weit weggetragen werden. Die erhöhte Schadstoffmenge ist also nicht allein auf die Gebiete direkt unter den Hochspannungsleitungen beschränkt. Die inhalierten Schadstoffe werden durch ihre Ladung außerdem besser vom Körper aufgenommen. Wenn also die Aerosole krebserregende Stoffe enthalten, oder solche die andere Krankheiten auslösen, ist damit auch die Gesundheit in Gefahr.

"Wir denken, daß diese Untersuchung wichtig ist für den Zusammenhang zwischen erhöhter Leukämierate bei Kindern und Hochspannungsleitungen. Die Verbindung von Leukämieerkrankungen bei Kindern und Autoabgasen ist schon bewiesen, deshalb läßt sich der Zusammenhang zwischen diesen Leitungen und der Krankheit auch nicht von der Hand weisen. Außerdem zeigt die Schadstoffmenge, die wir errechnet haben, wie nötig weitere Studien auf diesem Gebiet sind. Es sieht so aus, als bestehe guter Grund für die amerikanische Bestimmung, keine Häuser in der Nähe von Hochspannungsleitungen zu bauen", sagte Henshaw.


Quelle: Spektrum der Wissenschaft
Internet:
www.wissenschaft-online.de



   Hochspannungsleitungen erhöhen Krebsrisiko

Das zeigen neueste statistische Untersuchungen des Krebs-Forschungsinstituts der University Bristol. Personen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben, sind laut einer britischen Studie erhöhter Krebsgefährdung ausgesetzt. Bei Untersuchungen hat sich gezeigt, die höheren Krebsfälle befinden sich nur dort, wo der Wind vermehrt von den Stromleitungen her weht. Das Forschungsteam um Alan Preece vom Krebs- Forschungsinstitut der Bristol University hatte die Krebsfälle von Menschen, die maximal 400 Meter von Stromleitungen leben, für ganz Südwest-England statistisch ausgewertet. Laut Peerce ist das Krebsrisiko dort im Durchschnitt 29 Prozent höher als anderswo. Da dies nur in Bereichen gilt, wo der Wind von den Hochspannungsleitungen her kommt, könnte es laut Peerce an so genannten den Aerosolen liegen, die sich durch die elektrischen Felder aufladen. Diese Theorie wurde schon vor einiger Zeit vom Physiker Denis Henshaw (ebenfalls Bristol University) entwickelt. Henshaw hatte herausgefunden, dass die Stromleitungen die umgebende Luft ionisieren, was die Luftverschmutzung in den betroffenen Gebieten gefährlicher machte als es normalerweise der Fall ist. Die Schmutzteilchen werden durch die Stromleitungen aktiv aufgeladen und dann mit dem Wind fortgetragen. Wenn die unter Aufladung stehenden Schmutzteilchen vom Menschen eingeatmet werden, können sie sich wegen ihrer elektrischen Ladung viel leichter in der Lunge festsetzen und so leichter eine krebsauslösende Rolle spielen.


Quelle: WHO International
Internet:
http://www.who.int

 

 Krebs durch Hochspannungsleitungen

Die Windrichtung ist entscheidend
Menschen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben, sind laut einer britischen Studie krebsgefährdet. Demnach entspreche die Todesrate - vor allem durch Lungenkrebs bedingt -in etwa der Zahl an Verkehrstoten auf der Insel. Doch die höheren Krebsfälle befinden sich nur dort, wo der Wind von den Stromleitungen her weht.

Das Forschungsteam um
http://www.bris.ac.uk/Depts/Medphys/hr/people/Preece_A.htm " target="screen">Alan Preece vom Krebsforschungs-Institut der Bristol University hatte die Krebsfälle von Menschen, die maximal 400 Meter von den Stromleitungen leben, für ganz Südwest-England statistisch ausgewertet. Laut Peerce ist das Krebsrisiko dort im Durchschnitt 29 Prozent höher als anderswo.

Da dies nur in Bereichen gilt, wo der Wind von den Hochspannungsleitungen her kommt, könnte es laut Peerce an so genannten Aerosolen liegen, die sich durch die elektrischen Felder aufladen. Diese
Theorie
hatte schon vorher der Physiker Denis Henshaw von der Bristol University entwickelt. Er hatte herausgefunden, dass die Stromleitungen die umgebende Luft ionisieren, was die Luftverschmutzung sehr viel gefährlicher macht. Denn die kleinen Luftpartikel werden positiv und negativ aufgeladen und mit dem Wind fortgetragen. Wenn sie dann vom Menschen eingeatmet werden, können sie sich wegen ihrer elektrischen Ladung viel leichter in der Lunge festsetzen.

Frieder Graef, bild der wissenschaft, 25.09.2000 - Gesundheit
 

 RWE-Strommasten:

Bleihaltiges Mittel belastet den Boden

Dortmund/Münsterland - Ein bleihaltiges Rostschutzmittel hat offenbar den Boden rund um einzelne Strommasten des Energieversorgers RWE belastet. Das haben das Unternehmen in Dortmund und das nordrhein-westfälische Umweltministerium am Dienstag gemeldet. Wie viele Strommasten zurzeit betroffen sind, ist noch unklar, auch, wo von den Masten Blei in den Boden eingedrungen ist, blieb auf Anfrage offen.

Die RWE-Gesellschaft Transportnetz Strom, die bundesweit 20.000 Masten betreibt, hatte 210 von Gutachtern stichprobenartig untersuchen lassen. Die Experten sind laut Landesregierung zu dem Ergebnis gekommen, dass in NRW „teilweise mit Schadstoffanreicherungen der Böden im engen Umkreis von mehreren Metern um ältere Höchstspannungsmasten zu rechnen ist“. Das Schwermetall gelange über Regenwasser oder bei Renovierungsarbeiten in den Boden. Eine akute Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung bestehe aber nicht.

RWE nimmt nach Angaben seines Sprechers Marian Rappl bundesweit etwa 20 Standorte genauer unter die Lupe, die in Privatgärten oder der Nähe von Kinderspielplätzen stehen. „Wenn da jemand Salatköpfe anbaut oder Kinder schaukeln“, wolle der Versorger sofort Kontakt aufnehmen und erste Maßnahmen ergreifen, kündigte Rappl an. Das könnte ein Bodenaustausch, ein Zaun oder eine Hecke sein. Ein Abriss stehe nicht zur Debatte. „Das wäre zu viel des Guten“, meinte Rappl. Für Industriegebiete oder Wälder sieht RWE keine Probleme. Dort seien die kritischen Grenzwerte höher.

Nach Rappls Worten hat das Unternehmen so genannte Bleimennige bis 1960 flächendeckend und ausschließlich eingesetzt, seit 1992 habe der Energieversorger nur noch bleifreie Korrosionsschutzmittel benutzt. Ob Masten im Münsterland betroffen sind, vermochte Rappl nicht zu sagen. In NRW stehen 8500, bei rund der Hälfte sei eine Bleibeschichtung möglich. Laien könnten nicht erkennen, ob Masten in ihrer Nähe Blei absondern. Dafür müsse eine Bodenprobe entnommen werden.

Der Energieversorger hatte ähnliche Berichte aus der Schweiz zum Anlass genommen, sein eigenes Netz genauer zu überprüfen.
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VON
STEFAN WERDING, MÜNSTER, 24.6.08

 

  

Experimente/ Untersuchungen, die Beeinflussungen des Körpers durch EMF zeigen:
 
  • Robert P. Liburdy und Koll. (1993) konnten beobachten, daß EMF unabhängig von der Melantoninkonzentration die krebshemmende Funktion des Hormons beeinträchtigt. Der Versuch konnte mehrfach reproduziert werden. (ES-Rep., 2/99)
  • Maria Feychting und Koll. (Institut für Umweltmedizin am Koarolinska Institut, Stockholm, 1998) fanden in einer epidemologischen Studie, daß das Brustkrebsrisiko von Frauen mit positiven Östrogenstatus unter EMF-Belastung (HF) um das 7,4fache erhöht ist. (ES-Rep., 2/99)
  • Forscher der nationalen Institute für Gesundheit und der amerikanischen Lebensmittelbehörde (Rosen, 1998) fanden eine deutliche Unterdrückung der Melantoninproduktion nach einer 12-stündigen Exposition mit 50 uT bei 60Hz. (ES-Rep. 2/99).
  • Russel J. Reiter u. Koll. (Univ. Texas,?) stellten eine verminderte Melantoninkonzentration und NAT-Aktivität der Zirbeldrüse und eine stark verminderte Melantoninkonzentration im Blut bei EMF (50-500 uT, Exp 15-20Min, NF) teilweise fest. (ES-Rep. 2/99).
  • In Vollersode (bei Bremen) wurde eine Häufung von Hirntumoren um das 5fache des Durchschnitts in einem Gebiet festgestellt (1997), in dem sich die 3,5km-Kreise um eine  Radarstellung der BW und einem Mobilfunkturm überlappen. Auslöser ist wahrscheinlich die Radarstrahlung, die vom Turm reflektiert wird, obwohl die Grenzwerte eingehalten werden. (ES-Rep. 3/98)
  • Der Bauer Altenweger bei Schnaitsee beobachtete seit Herbst 1995 erhebliche Gesundheitsprobleme, Fehlgeburten und verminderte Milchleistung bei seinen Kühen. In der Nähe des Hofs (300m) steht ein Sendemast mit Sendern für Fernsehen, Richtfunk und mehreren Mobilfunksendern. Der Tierarzt des Veterinäramts Traunstein Dr. J. Schmidt schloß bei seiner Untersuchung (1997) Fütterungs- oder Haltungsfehler aus und vermutete die EMF-Belastung als Ursache, zumal die Tiere wieder gesund wurden, wenn sie an einen anderen Hof verbracht wurden und nach Rückkehr wieder erkrankten.
    Die bayrische Staatsregierung verbot dem Tierarzt die Veröffentlichung seiner Untersuchung. Nach seiner Drohung an die Presse zu gehen, wurde ihm die Veröffentlichung erlaubt, unter der Bedingung, daß der Bauernhof nicht als bayerisches Anwesen erkennbar ist. (ES-Rep. 9/98)
  • Eine Studie der Universität von Kalifornien ergab, daß die Wirksamkeit des krebshemmenden Medikaments Tamoxifen bei Einwirkung von magnetischen Feldern(60 Hz,0,2 - 1,2 uT) nachläßt. Ähnliche Beobachtungen wurden für die Wirksamkeit von Melantonin gemacht. (ES-Rep 5/98)
  • Eine Untersuchung von Antonio Sastre u. Koll. am Midwest Forschungsinstitut in Kansas City/USA (1998) hat eine deutliche Verminderung der Herzfrequenzvariabilität unter EMV (1 -20 uT, 60Hz) ergeben. Eine verminderte Herzfrequenzvariabilität führt zu einem erhöhten Risiko für schwere Herzrythmusstörungen und den plötzlichen Herztod. (ES-Rep.11/98).
  • Eine Studie der Neurologischen Klinik der Uni Freiburg (1998), die technisch und finanziell von der Telekom AG unterstützt wurde, ergab eine Erhöhung des Blutdrucks um 5 bis 19 mm Hg bei Benutzung eines Mobiltelefons. Psychische Beeinflußung wurde durch Blindversuche ausgeschlossen. (ES-Rep. 4/98)
  • Psychologen der Uni Gießen haben entdeckt, daß sich die Gehirnströme ändern, wenn schwache magnetische Impulse wie bei Blitzentladungen (heranziehende Gewitter) vorhanden sind. Die Gehirnströme ändern sich im Rhytmus der (simulierten) Blitze. Dieser Effekt tritt nach einige Minuten ein und hält bis 15 Min. nach Ende des Experiments an. (ES-Rep.4/1998)
  • Im Bereich des Kurzwellen-Senders Schwarzenburg (Schweiz) kam es zu Gesundheitsbeschwerden der Anwohner , insbesondere zu Schlafstörungen. Es wurden Untersuchungen gemacht, wobei der Sender für einige Tage abgestellt wurde (1993), wobei die Schlafstörungen klar bestätigt wurde. Die Störungen nahmen mit der Nähe zum Sender zu, verließen die Anwohner die Zone um den Sender, konnten sie nach 1 bis 2 Tagen wieder besser schlafen. Der Sender wurde 1998 endgültig abgeschaltet. (ES-Rep.12/1998)
  • Von Dr. W. Löscher, Professor an der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurde wiederholt Krebsexperimente mit Ratten durchgeführt, die eine erhöhte Krebsrate bei EMF-Exposition ergaben (50Hz, 100uT, Magnetfeld, bis zu 26 Wochen). Wiederholungen der Experimente in den USA konnten diese Ergebnisse nicht bestätigen, was durch eine andere Rattenart  begründet sein könnte. (ES-Rep. 6/1998)

Aus Merkblatt: ES-Rep. = Elektrosmog Report 
 
 

Gesundheitsrisiko Hochspannung

Da in den Ballungsräumen der Bauplatzmangel immer mehr zunimmt, kommen Bauplätze in Leitungsnähe wieder verstärkt in Diskussion.

Die Gesundheitsrisiken durch Hochspannungsleitungen werden ständig untersucht, aber auch verharmlost, denn „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe“. Der Handyhersteller wird nie zugeben, dass Handystrahlen gesundheitsschädlich sind, Sendemastbetreiber streiten die Schädlichkeit der Funkwellen ab, die Zigarettenindustrie hätte nie freiwillig die Warnhinweise auf den Zigarettenschachteln angebracht, anders ist es auch nicht bei den Stromerzeugern.

Untersuchungen, die uns 2001 von der Uni Bristol zur Verfügung gestellt wurden geben Anlass, um unsere Gesundheit zu bangen. Hier wurde die Zusammenwirkung von Hochspannungsleitungen und Luftverschmutzung untersucht.

Die Uni Bristol untersuchte die Gesundheitsschäden durch elektrische Felder. Hier wird über zwei Mechanismen, durch welche die elektrischen Felder einer Hochspannungsleitung die lokale Luftverschmutzung derart beeinflussen, berichtet, so dass eine erhöhte Belastung der umgebenden Bevölkerung auftritt. Der erste Mechanismus beschäftigt sich mit Corona-Ionen, die durch die Hochspannungsleitungen erzeugt und in die Luft abgegeben werden. Diese Ionen können sich mit verschmutzten Partikeln verbinden und dabei den Ladungszustand erhöhen. Die Partikel können dann   m e h r e r e  h u n d e r t  M e t e r  entfernt nachgewiesen werden. Wenn die Partikel eingeatmet werden, haben sie eine erhöhte Fähigkeit in die Lunge zu gelangen und dort haften zu bleiben, da sie statisch aufgeladen sind (Vergleich: Staub auf Fernseher). Dies macht ein erhöhtes Risiko für eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch Luftverschmutzung wahrscheinlich, einschließlich Leukämie bei Kindern und Lungenkrebs.

Der zweite Mechanismus beschäftigt sich mit der 50 Hz Schwingung der Partikel in den Wechselfeldern der Hochspannungsleitungen. Auf Körperhöhe unter Hochspannungsleitungen können Partikel, wie z.B. Zerfallprodukte des Elements Radon, mit einem Ausschlag von mehreren Zentimetern schwingen. Dies kann zu erhöhter Anlagerung dieser Partikel auf der Haut führen und lässt ein vermehrtes Auftreten von Hautkrebs bei Menschen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen gelebt haben, erwarten.

Um das tatsächliche Risiko einer Krebserkrankung, verursacht durch Hochspannungsleitungen, bestimmen zu können, müssten erst mehr Daten darüber erfasst werden, ein potentielles Risiko stehe außer Frage. Die nachhaltige Wirkung von Luftverschmutzung und damit in Zusammenhang stehende Krankheiten sei bereits dokumentiert, und das Risiko werde mit zunehmender Verschmutzung natürlich höher.

Am 03.11.04 berichtete die Zeitung "Morgen" über eine große britische Studie, die bisher nicht veröffentlicht wurde. Vor sieben Jahren hatte das britische Gesundheitsministerium eine weltweit bisher umfangreichste Studie bei Wissenschaftlern der Universität Oxford in Auftrag gegeben. Die Resultate lagen bereits schon seit drei Jahren vor, wurden aber nicht veröffentlicht. Dies hatte der Nachrichtensender Sky News ermittelt.

Bei der Studie wurden die Gesundheitsdaten von 35 000 Kinder untersucht, die an Krebs erkrankt waren. Die Wissenschaftler stellten fest, wie weit sie von Hochspannungsleitungen entfernt leben. Man stellte fest, dass die Gefahrenzone 100 m beträgt. Unter Hochspannungsleitungen steigt das Krebsrisiko bei Kindern um 100 Prozent. In dem Gefahrenbereich von 100 m verdoppelt sich das Risiko an Leukämie zu erkranken bei unter 15-jährigen. 500 Kinder erkranken jährlich in Großbritannien an Blutkrebs, 20 - 30 % gehen schätzungsweise auf das Konto von starkem Elektrosmog. Auch andere Krebsarten und Missbildungen während der Schwangerschaft können die Auswirkungen von starkem Elektrosmog sein.

Warum diese Studie noch nicht veröffentlicht wurde, konnte bisher nicht geklärt werden. Sky News macht der Regierung Vorwürfe, da sie eine folgenschwere Warnung den Bürgern vorenthalte. Die Entscheidung über die Veröffentlichung müssen die Wissenschaftler treffen, so das Gesundheitsministerium. Sky News war anscheinend an die wichtigsten Ergebnisse  gekommen und konnte seinen Zuschauern auch betroffene Familien vorstellen.

Elektrische Felder und magnetische Wechselfelder haben unterschiedliche Wirkungen auf den Menschen. Magnetfelder treten dort auf, wo elektrischer Strom fließt, können nur schwer abgeschirmt werden und durchdringen Gebäude praktisch ungehindert, ebenso den menschlichen Körper. Elektrische Felder sind abhängig von der Betriebsspannung und der technischen Ausführung der elektrischen Einrichtung, Gebäude schirmen elektrische Felder zu 90 % ab. Als Grenzwert wurde für das magnetische Feld < 100 Mikrotesla und für das elektrische Feld < 5 KV/m festgelegt. In unmittelbarer Nähe von Höchstspannungsleitungen (220-380 KV) wird der Grenzwert der elektrischen Feldstärke nicht immer eingehalten. Bäume

                                                                                                                 Baugebiet Steinsweg

und Sträucher, Bebauung, Unebenheiten im Gelände oder Personen verzerren das elektrische Feld, Spitzenwerte sind deshalb an einigen Stellen möglich.  (Bundesamt für Strahlenschutz ).

Hier weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei einem 36 m Schutzstreifen (von Leitungsmitte gemessen) einer 380 KV Leitung um einen Schutzstreifen für den Leitungsbetreiber handelt. „ Diese Festlegungen erfolgten vorrangig aus brandschutz- und betriebstechnischen Gründen und nicht aus Strahlenschutzgründen.“ (Bundesamt für Strahlenschutz)

In Deutschland verfährt man noch nach der Vogel-Strauß-Methode: Kopf in den Sand, und was ich nicht weiß.....

Leitragende sind, wie stets, die Sensiblen und Schwachen, die Alten, ganz Jungen und Gebrechlichen. Eine Senkung der Grenzwerte wäre mit ungeheuren hohen Kosten für die Betreiber von Radaranlagen, Sendern, Bahnlinien, Hochspannungsleitungen, aber auch für die Hersteller von Elektroartikeln verbunden.

In Amerika und Russland wurden bei zahlreichen Forschungen über die Auswirkungen des Elekrosmogs ein erhöhtes Krebs- und  Leukämierisiko, Herzrhythmusstörungen, erhöhte Herzinfarkthäufigkeit, Kreislaufbeschwerden, Schwangerschaftskomplikationen, Stresserscheinungen, nervöse Beschwerden, Euphorie, Depressionen und Kopfschmerzen nachgewiesen.

In den 60-er Jahren stellten russische Ärzte fest, dass schwache elektrische Felder auf biologische Systeme einwirken können und senkten daraufhin drastisch die Grenzwerte.

In den USA kam es auf Grund von Untersuchungen bereits zu Schließungen von Schulen und Kindergärten in der Nähe von Hochspannungsleitungen. Und in Kalifornien wurde ein Gesetz erlassen, nach dem beim Verkauf von Häusern, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen stehen, im Kaufvertrag auf das mögliche Gesundheitsrisiko durch Elektrosmog hingewiesen werden muss. (Ärzte-Zeitg. 9/1990 v. 11.01.90 )

Ein Stromerzeuger musste seine Leitung, die 60 m von einem Schulgebäude entfernt war, verlegen und 25 Mio. Dollar Schadenersatz zahlen.

Aber auch in Deutschland schlagen die Wissenschaftler Alarm!

Unter anderem stellte Prof. Erich Wichmann – Chef des Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (GSF) eine Studie vor, wonach sich das Leukämierisiko bei Kindern oberhalb von 0,4 Mikrotesla verdreifacht, der Grenzwert liegt bei 100 Mikrotesla, ist in Überarbeitung und soll gesenkt werden.

1% der Leukämieerkrankungen bei Kindern wäre somit der „Exposition durch elektromagnetische Felder“ zuzuschreiben. (WR v. 31.08.01)

Baugebiet Steinsweg

Die Studien aus Amerika und Russland werden in Deutschland immer wieder heruntergespielt. Akute Gesundheitsgefahren sind beim Einwirken schwacher Magnetfelder für den Menschen nicht zu befürchten. Untersucht wird derzeit vorrangig, ob Spätfolgen für Dauereinwirkungen möglich sind. Es wurde diskutiert- und bedarf noch nachvollziehbarer experimenteller Untersuchungen – ob schwache Magnetfelder den Verlauf von Krebserkrankungen beeinflussen können.“ (Bundesamt für Strahlenschutz)

Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt an, dass in einem Abstand von 60-80 m von Freileitungen die Feldstärkenwerte (magnetisch und elektrisch) allgemein soweit abgesunken sind, dass sie zum Teil sogar um Größenordnungen unterhalb der Grenzwerte von IPRA liegen.

Das Umweltinstitut München empfiehlt dagegen einen Abstand bei 110 kV von 50-100 Meter, bei 220 kV 80-120 m und bei 380 kV 110-160 m und für Transformatorenanlagen 5 m.

Der Wissenschaftsladen Bonn sagt, dass die Einhaltung der in der Bundesimmissionsschutzverordnung festgeschriebenen Grenzwerte zwar immer gewährleistet ist, aber diese Grenzwerte stammen aus einer Verordnung von 1991 und sind heute umstritten.

Internationale Studien belegen, dass schon bei einer magnetischen Dauerexposition von über 0,2 Mikrotesla mit einem erhöhten Leukämierisiko bei Kindern zu rechnen ist. Richtwerte von 0,1 bis 1,0 Mikrotesla werden in verschiedenen Vorsorgeempfehlungen genannt. 100 Mikrotesla sind die Obergrenze laut Gesetz!

Kein Wunder, dass der Grenzwert nicht mehr zeitgemäß ist. In Nordrhein-Westfalen gibt es einen Abstandserlass. Hier wird ein Abstand zwischen 110 Kilovolt (kv)-Leitungen und der Wohnbebauung von 10 Meter, bei 220 kv-Leitungen von 20 Meter und bei 380 kv-Leitungen von 40 Meter empfohlen. Umgerechnet in magnetische Induktionswerte sind diese Werte strenger als die Bundes-Grenzwerte. Für Baubehörden und Kommunen sind diese Abstände aber nicht bindend. Um eine Feldimmission im Normalbetrieb von 0,2 Mikrotesla nicht zu überschreiten, wäre ein Abstand von 30 bis 100 Meter notwendig. Bei Maximalbetrieb der Leitungen wäre ein Abstand von 95 bis 160 Meter vonnöten. Diese Werte werden von Klaus Trost vom Wissenschaftsladen Bonn in einer Abhandlung genannt.

Einfluss auf die Elektrosmogbelastung nehmen aber auch die Höhe der Leitungen, die Mastentypen, die Anzahl der Strompfade und die Geometrie der Leiterseile. Die alten Strommasten Typ "Tanne" (drei Äste mit jeweils zwei Strompfaden) sorgen für eine höhere elektromagnetische Belastung als die neuen Masten, die durchaus höher belegt sein und größere Strommengen transportieren können.

Strenge Abstandregelungen sind nicht optimal, einerseits kann durch zu große Abstände Bauland verschenkt werden, anderseits kann aber auch das nötige Schutzniveau nicht erreicht werden. Lt. den Experten ist es zu begrüßen, dass bei Modernisierungen an den Hochspannungsleitungen mehrere Leitungen zu einer großen Kombinationsleitung zusammengefasst werden. Dies führt zu Platzersparnis und verringerter Elektrosmog-Belastung.

Die Masten für diese Leitungen sind aber deutlich höher und ausladender und sind keine Zierde für die Landschaft.

Die Wissenschafter empfehlen immer eine genaue Einzelfall-Untersuchung der elektromagnetischen Immissionen durchzuführen, wenn neue Wohngebiete näher als 100 Meter zu 220- oder 380-kv-Trassen geplant werden.

http://www.pro-oespel.de/risiko_hochsp.htm 

Baubiologe Wolfgang Maes weist die Gefahren durch Elektrosmog und Magnetfelder nach:Elektrosmog 

Viele Informationen über Elektrosmog finden Sie unter: www.risiko-elektrosmog.de

 

 

 

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